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Beim Active Sourcing an den richtigen Stellen sparen

Geschrieben von Alexandra Schiekofer | 29.10.2020 09:00:00

Auch wer nicht sucht, kann gefunden werden 

Studien belegen: Ohne Active Sourcing kann heute kaum noch ein Unternehmen seinen Personalbedarf decken. Vor allem die IT-Branche hat es schwer, Vakanzen erfolgsversprechend zu besetzen, wenn dem Kandidaten nicht zuvor ausführlich der Hof gemacht wurde. Dort, wo es gelingt, werden inzwischen ein Viertel der Stellen über Active-Sourcing-Kanäle besetzt. Betrachtet man den gesamten Arbeitsmarkt, so wechseln heute etwa zwei von zehn Kandidaten den Arbeitgeber, obwohl sie eigentlich gar nicht auf Jobsuche waren – allein aufgrund des aktiven Bemühens des Unternehmens. 

 

Nicht nur im Bedarfsfall – Active Sourcing muss langfristig gedacht werden 

Allerdings ist Active Sourcing nichts, was sich bei Bedarf „dazu buchen“ lässt; keine spontane Zusatzmaßnahme zum Standard-Recruiting-Repertoire, falls es mit der Einstellung mal wieder länger dauert. Als mittel- bis langfristig wirkende Maßnahme darf sie nicht an einzelne Headcounts gebunden sein. Vielmehr geht es darum, im Laufe der Zeit ein starkes Netzwerk in Form eines Talentpools aufzubauen und dieses intensiv zu pflegen. Potentielle Kandidaten müssen stetig gesucht, identifiziert und angesprochen werden, um sie dann mit sinnvollem Content im Netzwerk zu halten und für das Unternehmen zu begeistern. Keine Aufgabe mal so nebenbei. 

 

Smarte Technologie für effizientes Active Sourcing

Womit wir wieder beim Kernproblem wären. Der zeitliche und personelle Aufwand, den gutes Active Sourcing erfordert, ist nicht unerheblich. Automatisierungspotenziale zu nutzen, ist daher sinnvoll, um Kosten zu minimieren. Aber zu viel des Guten kann auch den gegenteiligen Effekt erzielen. Kandidaten wenden sich schnell ab, wenn sie sich nicht persönlich angesprochen fühlen, sondern mit automatisierten Standardfragen überschüttet werden. Wann macht es also Sinn, kluge Algorithmen zu nutzen und wann ist es klüger, persönliche Kapazitäten einzusetzen? Mit diesen vier Features lässt sich beim Active Sourcing sinnvoll Geld und vor allem Zeit sparen, die stattdessen in die persönliche Beziehungspflege investiert werden kann:  

 

#1 Für Jäger und Sammler 4.0 – Die Active Sourcing Browser Extension 

Social Media und Business-Netzwerke sind digitale Goldgruben für Recruiter. Hinzu kommen Blogs, Foren, Internet-Communities, Bewerbungshomepages und Jobportale, auf denen gejagt und gesammelt wird. Dieses El Dorado an Kandidatendaten ist Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite erhöht die Datenfülle natürlich die Chance, den passenden Bewerber zu finden. Auf der anderen Seite wird Active Sourcing zu einer enorm zeitraubenden Beschäftigung. Allein das manuelle Übertragen von Daten bei der Online-Recherche gerät zur Never-Ending-Story.

Einfacher und vor allem deutlich schneller geht es mit einer Active Sourcing Browser Extension. Das smarte Feature von Talentry zum Beispiel erweitert die Funktionen des eigenen Webbrowser so, dass einfach per Mausklick relevante Daten aus einem Xing– oder Linkedin-Profil in einheitlichem und somit vergleichbarem Format im Talentpool gespeichert werden.  

 

#2 Single Source of Truth – kollaboratives Arbeiten auf einer zentralen Plattform 

Im Zeitalter der Kanal- und Device-übergreifenden Candidate Journey müssen gerade beim Active Sourcing alle Informationen an den Kandidaten über alle Kanäle hinweg konsistent sein. Das gelingt nur, wenn jeder im Unternehmen in Echtzeit mit den gleichen Informationen arbeiten kann. Eine Single Source of Truth, also eine zentrale und für alle zugängliche Datenbank anstelle von verstreuten Datensilos, gewährleistet, dass jeder in den Recruiting-Prozess involvierte Mitarbeiter den aktuellen Status kennt, dieselben Kandidateninformationen nutzt und jederzeit auf Dashboards und Reportings zugreifen kann. So können Teams auch über Standort- und sogar Ländergrenzen hinweg effizient zusammenarbeiten.   

 

#3 Am Ball bleiben – Reminder erleichtern das Nurturing von Kontakten

Sie sprechen einen viel versprechenden Kandidaten an, der ist tatsächlich interessiert, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. Es passiert was passieren muss: Sie machen sich eine Notiz, man verabredet ein erneutes Telefonat in ein paar Monaten… und hier endet die Geschichte. Smarte Talentpools arbeiten mit Reminder-Funktionen, die nicht nur Sie, sondern bei Bedarf auch Ihre Kollegen daran erinnern, den Kontakt aufrecht zu erhalten. So bleiben Sie präsent und sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

 

#4 Automatisiertes Einwilligungsmanagement – Teure DSGVO-Fehler vermeiden 

Sind die Daten der Kandidaten über viele verschiedene Tools, Systeme und lokale Devices verteilt, wird die Einhaltung der DSGVO-Anforderungen zur Herausforderung. Und werden Einwilligungsprozesse nicht rechtssicher und nachvollziehbar abgebildet, zieht das mitunter teure Konsequenzen nach sich. Schon das interne Teilen einer Excel-Tabelle oder eine analoge Mitarbeiterempfehlung können zum Problem werden. Statt die Einwilligungen zur Datenverarbeitung jedoch umständlich einzeln einzuholen, lässt sich dieser Prozess über die Talent Relationship Platform (TRP) von Talentry schon mit der Ansprache des Kandidaten verbinden und automatisieren. Sobald die Einwilligung vorliegt, wird das Profil in der Datenbank automatisch freigeschaltet. Dann lässt sich in der Talentry TRP auch der Zeitpunkt zur Erneuerung der Einwilligungen für einzelne Kandidaten oder ganze Gruppen festlegen. 

 

Die Beispiele zeigen: Wer an den richtigen Stellen auf technologische Effizienz setzt und Prozesse mittels smarter Tools automatisiert, sichert damit wichtige Kapazitäten, um Active Sourcing als Beziehungsmanagement zu pflegen – mit Aufmerksamkeit und persönlicher Wertschätzung für den Kandidaten. 

 

Effizientes Active Sourcing ist keine Rocket Science. Erfahren Sie mehr über Active Sourcing mit Talentry!