Jeder Mitarbeiter hat durchschnittlich 341 Kontakte in seinem Netzwerk. Dementsprechend hoch sind die Chancen, passende Bewerber durch Empfehlungen zu finden. Doch mit der Einführung eines Mitarbeiterempfehlungsprogramms ist es nicht getan – auf das Engagement Ihrer Mitarbeiter kommt es an! Die interne Vermarktung eines Mitarbeiterempfehlungsprogramms nimmt beim Thema „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ einen hohen Stellenwert ein und eröffnet Ihnen gleichzeitig viel Raum für Kreativität. Haben Sie sich in der internen Kommunikation schon einmal an Maßnahmen herangetraut, die auf den ersten Blick eher ausgefallen und gewagt erschienen?

Dem Mitarbeiterempfehlungsprogramm einen Namen geben

Mitarbeiterempfehlungsprogramm – ein Begriff, der aus 30 Zeichen besteht und sich erfahrungsgemäß nicht allzu gut auf Werbemitteln macht. Warum also nicht nach einer Alternative suchen, um das Mitarbeiterempfehlungsprogramm greifbarer zu machen und gleichzeitig spannender klingen zu lassen? Einige Arbeitgeber sind bereits auf die Idee gekommen, ihr Mitarbeiterempfehlungsprogramm umzutaufen. Otto beispielsweise bezieht sich mit „Triplewin“ auf die Win-Win-Win-Situation für Mitarbeiter, Unternehmen und Bewerber, die bei erfolgreichen Empfehlungen entsteht. Andere Unternehmen erreichen ihre Mitarbeiter mit Slogans wie „Freunde zu Kollegen machen“, „Tell a buddy“ oder „Talente kennen Talente“.

Das Mitarbeiterempfehlungsprogramm lebendig kommunizieren

Bereits bei der Einführung eines Mitarbeiterempfehlungsprogramms gilt es, verschiedene Botschaften zu kommunizieren: Ihre Mitarbeiter müssen verstehen, wie die Teilnahme am Programm funktioniert. Vermutlich werden Sie überrascht sein, wie viele Fragen zum Thema „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ anfangs innerhalb Ihres Unternehmens aufkommen. Deshalb sollten Sie von Beginn überlegen, wie Sie das Mitarbeiterempfehlungsprogramm möglichst einfach kommunizieren und auch nach der Einführungsphase optimal auf eventuelle Fragen eingehen. Eine FAQ-Seite im Intranet, die wichtigsten Fakten auf einem Plakat am Schwarzen Brett können hier bereits ein einfacher, aber effektiver Schritt sein, um ersten Fragen entgegen zu kommen. Gleichzeitig ist es wichtig, Ängsten vorzubeugen – Mitarbeiter könnten beispielsweise befürchten, dass Absagen empfohlener Bewerber auf sie zurückfallen. Unser Tipp: Denken Sie in Symbolen und veranschaulichen Sie Ihre Botschaften durch Geschichten! Beginnen Sie beispielsweise mit der Funktionsweise Ihres Mitarbeiterempfehlungsprogramms. Versuchen Sie, in einfachen und prägnanten Sätzen eine Anleitung zu erstellen, die aus maximal drei bis vier Schritten besteht. Dabei kann es hilfreich sein, sich vorzustellen, man hätte nur eine Aufzugfahrt lang Zeit, um den Ablauf des Programms einem neuen Kollegen zu erklären. Eine solche Anleitung, veranschaulicht durch Icons oder Symbole, könnte bereits die Grundlage für Plakate, Flyer oder Postkarten sein, die Sie zur Einführung des Mitarbeiterempfehlungsprogramms innerhalb Ihres Unternehmens verteilen. Ein weiterer Ansatz, den viele Arbeitgeber bereits im Employer Branding fahren, ist Storytelling. Beispiele und Erfolgsgeschichten machen das Mitarbeiterempfehlungsprogramm greifbarer. Gibt es bereits Mitarbeiter, über deren Netzwerk Bewerber ins Unternehmen kamen, weil sie Bekannten, ehemaligen Ausbildungskollegen oder Studienfreunden von Ihrer Firma erzählt hatten? Ob als Artikel im Intranet, in der Mitarbeiterzeitschrift oder als Rundmail: Indem Sie Mitarbeiter vorstellen, die bereits empfohlen haben, bringen Sie Ihrer Belegschaft das Empfehlungsprogramm näher. Und dafür muss es nicht immer viel Text sein. Ein Foto der neuen Kollegen, die über Empfehlungen ins Unternehmen gekommen sind, oder ein Bild von einem Mitarbeiter nach Erhalt der Prämie ist eine aussagekräftige Grundlage für Ihre Erfolgsgeschichte.

„Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ einmal anders – Kommunikation als Strategiespiel

Wie viel Kreativität entstehen kann, wenn man sich vor der Einführung eines Mitarbeiterempfehlungsprogramms gezielt Gedanken über Kommunikationskanäle und -instrumente macht, zeigte sich vor Kurzem auch beim Coaching Day des Bundesverbands der Personalmanager, bei dem Talentry Gastgeber war. In unserem Office in München kamen rund 30 Personalverantwortliche aus verschiedenen Unternehmen zusammen, die mehr über die Idee „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ erfahren wollten. Um jedem Teilnehmer möglichst viel Mehrwert zu bieten und die drei Stunden abwechslungsreich zu gestalten, haben wir uns für ein interaktives Format entschieden. In Gruppenarbeiten wurden die Teilnehmer vor die Aufgabe gestellt, eine Strategie für ein fiktives Unternehmen zu entwickeln, um ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm erfolgreich einzuführen und die Mitarbeiter nachhaltig zur Teilnahme zu motivieren. Von Chefs, die Motto-T-Shirts tragen, bis hin zu „Überraschungskartons“, die im Falle eines fiktiven Online-Händlers an die Mitarbeiter versandt wurden, waren verschiedenste Ansätze dabei. Und das beste daran: Einige der Teilnehmer waren selbst überrascht, wie viel Kreativität innerhalb von so kurzer Zeit zustande kommen kann!

Kreativ werden: Welche Ideen passen zu mir?

Es gibt bereits zahlreiche Beispiele von Unternehmen, die sich immer wieder tolle Aktionen für ihre Mitarbeiter einfallen lassen und es schaffen, dauerhaft kreative Anreize zum Empfehlen zu schaffen. Selbstverständlich darf man nicht vergessen, dass so individuelle Kommunikationsmaßnahmen viel Arbeitszeit und – vor allem im Fall von gedruckten Materialien oder Give-Aways – auch einiges an Budget erfordern können. Gerade wenn ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm vorerst als Versuch oder Pilotprojekt eingeführt wird, kommt schnell die Budgetfrage auf. Doch keine Sorge: Kreative und effektive Mittel müssen nicht immer die teuersten sein. Versuchen Sie sich doch einmal selbst an der Konzeption von Kommunikationsmaßnahmen! Vielleicht käme dafür auch ein interdisziplinäres Team aus HR, Marketing, Kommunikation und anderen Bereichen in Frage. Für gute Ideen sind nicht unbedingt externe Ideengeber nötig.

Sie möchten mehr darüber erfahren, ob ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm sich auch für Ihr Unternehmen eignet und wie die Umsetzung mit Talentry aussehen könnte? Wir beraten Sie gerne.

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